Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin: Am Freitag, den 25. September, wurde im Cinestar am Potsdamer Platz zum vierten Mal der Michael-Ballhaus-Förderpreis an einen Kamerastudenten der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) vergeben. Ausgezeichnet wurde Cornelius Plache, für seine herausragenden Leistungen im Kamerastudium, insbesondere für den Film Moonlight (Regie: Piotr Reimer, Produktion: Max Milhahn, dffb/rbb). Cornelius Plache erhält ein Preisgeld von 4.000 € sowie Technik-Gutscheine von Arri, Band Pro und Cinegate im Wert von insgesamt 13.000 €.
Die Michael-Ballhaus-Stiftung wurde 2003 von dem bedeutenden und international bekannten Kameramann Michael Ballhaus mit dem Ziel gegründet, den Kameranachwuchs zu fördern und aufstrebenden Kameratalenten mit dem Förderpreis den weiteren Weg zu ebnen. Der Förderpreis, der einer der höchst dotierten Nachwuchspreise in Deutschland ist, wird regelmäßig verliehen, auch dank seiner Sponsoren, Arri, Band Pro, Cinegate und Kodak, die sich seit langem bei der Preisverleihung engagieren. Die bisherigen Preisträger sind The Chau Ngo (2003), Max Penzel (2004) und Eric Ferranti (2007).
Die Jury, die in diesem Jahr aus Michael Ballhaus, dem Studienleiter der dffb Bodo Knapheide, Maximilian Preiss sowie den Preisträgern der Vorjahre The Chau Ngo, Max Penzel und Eric Ferranti bestand, begründete ihre Entscheidung wie folgt:
„Cornelius Plaches Bilder bringen eine der wichtigsten Qualitäten filmischen Erlebens zum Ausdruck: Die Manipulation der von der Bewegung abhängigen Zeit als modellierende Kraft der emotionalen Dimension des Bildes. [...] Moonlight führt den Zuschauer so in das Herz jener Melancholie, die die Substanz der Erzählung bildet. [...] Die Kamera agiert dabei mutig, frech, mit allen Freiheiten das Neue, Ungewohnte und Unerwartete ins Bild zu rücken. Cornelius Plache findet zielsicher die Balance zwischen Autonomie und ausgewogener Komposition. Dabei verlässt er sich niemals auf die Sicherheit der Konvention. Die eigene Kunstfertigkeit wird nicht als Schauwert an sich ausgestellt. Die Gestaltung bleibt immer bezogen auf die zu erzählende Geschichte. So dass der Zuschauer am Ende das Gefühl hat, Moonlight könne nur in diesen, und genau diesen Bildern erzählt werden.“
Pressemitteilung der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin