Technische Universität Chemnitz: Zehn Studenten der TU Chemnitz sitzen schon auf gepackten Koffern: Vom
22. bis zum 28. März 2009 nehmen sie in Den Haag an der WorldMUN
(Harvard World Model United Nations)-Konferenz teil. Zu der einwöchigen
Simulation der Vereinten Nationen werden knapp 2.000 Studenten aus 35
Ländern erwartet. Jede Delegation vertritt die Interessen eines Landes - die
Chemnitzer sind in diesem Jahr Bosnien und Herzegowina. Der aus dem
ehemaligen Jugoslawien hervorgegangene Balkanstaat ist besonders wegen
seiner politischen Struktur spannend. "Das Land besteht aus zwei
Verwaltungseinheiten. Wir müssen die Belange von drei verschiedenen
Volksgruppen berücksichtigen", informiert Politikstudent Martin T. Teubner.
Hierbei wird den Studierenden der Europa Studien, Politikwissenschaften
und Europäischen Geschichte ihre Erfahrung aus dem vergangenen Jahr
zugute kommen. Denn im letzten Frühjahr nahm das Team an der weltweit
größten studentischen UN-Simulation, den National Model United Nations, in
New York teil und wurde mit gleich zwei Auszeichnungen belohnt. Auch in
diesem Jahr nimmt übrigens ein Team der TU Chemnitz an der Simulation in
New York teil und vertritt vom 5. bis 9. April die Interessen Israels. Die
Teilnehmer des vergangenen Jahres folgen nun einer persönlichen
Einladung der Harvard Universität zu ihrem seit 1994 bestehenden Planspiel.
"Diese Simulation ist zwar kleiner als New York, dafür aber umso
schwieriger, da wir auf Elite Unis aus Oxford und Cambridge treffen werden",
erklärt Head Delegate Anna Duleczus.
Der Ehrgeiz der Studenten ist groß. "Das Wichtigste ist eine gute
Verhandlungsstrategie", meint Teammitglied Vera Keuper. "Wir wollen uns
diesmal noch aktiver einbringen. Daher sind wir im Vorfeld noch einmal zu
einer zweitägigen Probesimulation nach Tübingen gefahren", ergänzt Martin
Jahns. Das eingespielte Chemnitzer Team darf sich neben spannenden
Verhandlungen auch auf Besuche von UN-Einrichtungen wie des
Internationalen Gerichtshofes freuen. Die Entscheidung für Den Haag als
Veranstaltungsort kommt nicht von ungefähr. Die Stadt beherbergt
insgesamt sieben UN-Organisationen und gilt weltweit als Symbol für
Frieden und Sicherheit.
Betreut wird das Projekt an der TU Chemnitz von der Professur
Internationale Politik unter Schirmherrschaft von Prof. Dr. Beate Neuss und
Faculty Advisor Susanne Günther.
Die Studenten werden während der Simulation täglich von ihren Erlebnissen
in Den Haag auf der TU-Website (http://www.tu-chemnitz.de) berichten.
Stichwort: Harvard World Model United Nations
WorldMUN (Harvard World Model United Nations) ist eine jährlich
stattfindende Simulation, welche die Arbeitsabläufe der Vereinten Nationen
nachstellt. Sie ist die größte Simulation ihrer Art außerhalb der USA.
Ausgerichtet und organisiert wird die Konferenz durch eine studentische
Initiative der Harvard University, die mit einem jährlich wechselnden
universitären Kooperationspartner zusammenarbeitet. Simulationen haben
bereits in Peking, Genf und Puebla stattgefunden. Fünf Tage haben
gesellschaftlich und politisch engagierte Studenten die Gelegenheit, Einblick
in die Arbeit der UNO zu gewinnen.
Pressemitteilung der Technische Universität Chemnitz