Berliner Künstlerin Annette Kisling übernimmt eine Professur für Fotografie

Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig : Zum 1.11.2009 besetzt die Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig die Professur für Fotografie im Grundstudium mit der Künstlerin Annette Kisling. Annette Kisling (geboren 1965 in Kassel) studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel, an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. 1995 machte sie dort ihren Meisterschülerabschluss. Zahlreiche Stipendien und Arbeitsaufenthalte führten sie im Anschluss auch ins Ausland, unter anderem nach Rotterdam, Zürich, Paris, Venedig und Marfa/Texas. Bevor sie den Ruf an der HGB Leipzig annahm, war Kisling als Gastprofessorin an der HfbK Hamburg tätig und lehrte zudem an der münster school of architecture.

Architektur spielt auch in ihrem fotografischen Werk eine große Rolle. In ihrer ersten Einzelausstellung „neue aussichten“ (1998) beschäftigte sich Annette Kisling mit der architektonischen Physiognomie Berlins. Auch spätere Ausstellungen greifen immer wieder auf Architektur zurück, zeigen Wohnsiedlungen, Fassaden verlassener Gebäude oder Gewerbearchitektur. In ihrer letzten Einzelausstellung „les vitrines“ (Galerie Kamm, 2008) waren es Schaufenster Pariser Geschäfte – eingelassen in bourgeoisen Fassaden der Innenstadt, in deren Scheiben sich die Umgebung spiegelt.

Allen Arbeiten gemeinsam ist der ordnende Blick, der den Fotografien eine in sich eigene Struktur gibt. Auch zunächst unscheinbar wirkende Landschaftsmotive geben bei wiederholtem Betrachten eine deutliche Ordnung preis. Michael Dethleffsen (Leiter des Ausstellungsraumes WBD, Berlin) beschreibt Kislings Arbeit anlässlich der Ausstellung „Viertel“ (2004) mit den Worten: „Mit ihrer speziellen Sensibilität für funktionelle Randzonen, kulturelle Ordnungsmuster, für die Peripherie der internationalen Impulse oder schlicht für Orte von signifikanter Mittelmäßigkeit erfindet Annette Kisling eine eigenartig schwebende, halb realistisch und halb artifizielle Bildwelt, die in Bildserien zu prototypischen Modellen einer individuellen Soziologie der Gegenstände verdichtet werden.“

Kislings Arbeiten sind seit über zehn Jahren regelmäßig in Einzel- und Gruppen-ausstellungen zu sehen, u.a. im Fotomuseum Winterthur (Schweiz), in der Galerie Francesca Minini (Mailand), im Kunsthaus Hamburg und der Chinati Foundation (Marfa, Texas) – um nur einige zu nennen.

Pressemitteilung der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

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