Beim Lehrstuhl für Romanische Philologie stand Italien zum 9. Mal im Mittelpunkt

RWTH Aachen: Am Lehrstuhl für Romanische Philologie unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Anne Begenat-Neuschäfer fand die 9. Interkulturelle und interdisziplinäre Woche zu Italien statt. Sie wurde gemeinsam mit dem DAAD, dem Deutsch-Italienischen Hochschulzentrum, der Musikhochschule Köln, Standort Aachen, und dem International Office der RWTH durchgeführt. Der italienische Generalkonsul in Köln, Dr. Eugenio Sgrò und Aachens Bürgermeisterin Hilde Scheidt eröffneten die Veranstaltung gemeinsam.

Wie in den vergangenen Jahren lag der Akzent der kulturwissenschaftlichen Annäherung auf der integrierten Betrachtung aktueller Entwicklungen in Literatur, Sprache, Kunst, Didaktik, Medien, Geschichte, Soziologie und Politik. Auch das gegenwärtige deutsch-italienische Verhältnis wurde durch Prof. Giulio Schiavone von der Università Piemonte orientale, Vercelli, ausführlich beleuchtet. Erstmals konnte in größerem Ausmaß der Dialog zwischen den Natur- und Geisteswissenschaften durch Beiträge aus der Physik (Prof. Dr. Mattea Veggian, FH Jülich), der Computermathematik (Prof. Dr. Paolo Bientinesi, AICES RWTH), der Informatik (Prof. Dr. Luca Benini, DEIS Bologna), der alternativen Energieversorgung (Prof. Dr. Antonello Monti, E.ON Research Center RWTH) und der Acoustic Science (Prof. Dr. Luigi Maffei, SUN Napoli) vertieft werden.

Der Wissenschaftsattaché der Italienischen Botschaft, Prof. Dr. Vincenzo Dovi, stellte die Situation der italienischen Universitäten und der staatlichen Förderung der Forschung ausführlich dar. Der auch in Deutschland bekannte Kriminalautor Piero Soria las aus seinem Werk „A proposito di Ute“, dessen Schauplatz unter anderem Aachen während des Karnevals und der Verleihung des Karlspreises ist.

An der RWTH ist der Austausch mit Italien eng geknüpft. In den ERASMUS- Kooperationen belegt die deutsch-italienische Mobilität quer durch alle Disziplinen den zweiten Platz. Am Rande der Tagung wurde der Erasmus-Vertrag mit der Universität Padua im Bereich der Sprachdidaktik vereinbart.

Das festliche Abschlusskonzert wurde von den Studierenden der Musikhochschule Angelika Wied (Mezzosopran), Eawa Park und Silja Reetz glanzvoll gestaltet. Dekan Prof. Herbert Görtz begleitete am Klavier. Die Uraufführung eigener Klavierkompositionen des DAAD-Stipendiaten Renzo Vitale, der am Institut für Technische Akustik (Prof. Dr. Michael Vorländer) promoviert, setzten einen hinreißenden Schlusspunkt.

Die Ergebnisse der Tagung erscheinen in Kürze unter dem Titel: „Manuale di civiltà italiana – Materiali ed approcci didattici“ a cura di Anne Begenat-Neuschäfer, im Peter Lang Verlag.

Pressemitteilung der RWTH Aachen



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