Johannes Gutenberg-Universität Mainz
: Das Kolloquium des Instituts für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz steht im Wintersemester 2009/2010 unter der Überschrift "Erinnerung, Politik, Nation“. Im dritten Vortrag der Reihe „Auf Leben und Tod? Formen des Religionskontakts auf Madagaskar“ betrachtet Referentin Dr. des. Eva Spies am Dienstag, 24. November 2009, den Kontakt zwischen den etablierten Kirchen Madagaskars und denjenigen Pfingstkirchen, die heute auf Madagaskar missionieren. Zentral für das Verständnis dieses innerchristlichen Religionskontakts scheint die Unterscheidung verschiedener Kontaktebenen, ihrer jeweiligen Akteure und Kontaktmuster. Dabei spielen nach Spies‘ Forschungserkenntnissen nicht nur Kirchenorganisationen und einzelne Gläubige eine Rolle, sondern auch der Staat und seine Vorgaben, was als fremd und eigen und was als fortschrittlich oder rückständig zu verstehen ist.
Eva Spies ist seit 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Universität Mainz. Hier wurde sie auch mit einer Arbeit über interkulturelle Kontakte im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Bereiche Interkulturelle Kommunikation, Religionsethnologie und Ethnologie der Entwicklung; regionale Schwerpunkte sind Madagaskar und Westafrika, vor allem Niger.
Der Vortrag beginnt am Dienstag, 24. November 2009, um 18:15 Uhr im
Großen Übungsraum, Raum 01-715, Johann-Joachim-Becher-Weg 4, Campus der
Universität Mainz. Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.
Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz