Fachhochschule Südwestfalen: Vier Absolventen der Fachhochschule Südwestfalen wurden heute (18.03.09) in Iserlohn mit dem Dr. Kirchhoff-Preis ausgezeichnet. Der mit je 1500 Euro dotierte Preis wird jährlich vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen e.V. in Würdigung der Verdienste von Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff für diesen Industriezweig vergeben. Er wird für hervorragende Abschlussarbeiten verliehen, die in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen entstanden sind und einen hohen Innovationsgehalt besitzen.
Frank Albrod aus Eslohe, Absolvent des
Mescheder Fachbereichs Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, erhielt
den Preis für die Optimierung von schmierlosen Querförderketten mit
Hilfe von Kunststofflaschen. Die Bachelorarbeit wurde in Zusammenarbeit
mit der KettenWulf Betriebs GmbH in Eslohe durchgeführt. Querförderketten
werden in der Automobilindustrie zur Förderung von Karosserieträgern
(Skids) eingesetzt. Dabei tritt zwischen Kette und Skid ein hoher Verschleiß
auf, der Stabilität und Funktionssicherheit der Skids beeinträchtigt.
Durch konstruktive und werkstoffliche Veränderungen hat Frank Albrod
dieses Problem minimiert. Die optimierte Kette hat u.a. ein geringeres
Gewicht, es tritt kein Verschleiß am Skid auf, sie ist schnell und
leicht zu montieren und weist nur noch 6 statt 15 Einzelteile auf.
Kalle Neumann aus Lüdenscheid, Absolvent
des Iserlohner Verbundstudiengangs Maschinenbau, wurde für seine Diplomarbeit
über die Konzeptionierung und Konstruktion von mehrfach verwendbaren
Befestigungsvorrichtungen für Deckeneinbauleuchten ausgezeichnet. Kooperationspartner
war die ERCO Leuchten GmbH in Lüdenscheid, bei der Neumann parallel
zum Studium auch eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker absolviert hat.
Ziel der Diplomarbeit war die Reduzierung der Anzahl notwendiger Befestigungsvorrichtungen
eines komplexen Deckeneinbauleuchtenprogramms. Durch seine Konstruktion
hat Kalle Neumann die Grundlage für die Umsetzbarkeit von mehrfachverwendbaren
Befestigungsvorrichtungen von Deckeneinbauleuchten geschaffen, was für
das Unternehmen ein erhebliches Einsparpotenzial bei den Stückherstellkosten
verspricht.
Mit der Entwicklung und praktischen Realisierung des automatisierten
mobilen Messsystems ROLR (Road Lighting Reviewing) zur quantitativen
Bewertung von Straßenbeleuchtungssystemen beschäftigten sich Martin
Bischoff aus Menden und Sebastian Kemper aus Wetter gemeinsam in ihrer
Bachelorarbeit. Die beiden Absolventen des Hagener Studiengangs Elektrotechnik
und Informationstechnik haben die Arbeit in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken
Düsseldorf AG durchgeführt. Im Rahmen der Bachelor-Thesis wurde ein
leistungsstarkes mobiles Beleuchungsstärken- und Leuchtdichtemesssystem
mit einem GPS-System kombiniert. Hiermit können bestehende Straßenbeleuchtungen
automatisiert vermessen und dokumentiert werden. Dank der Ergebnisse
kann bei den Stadtwerken ein neues Segment im Servicesektor erschlossen
werden, darüber hinaus können Messungen zur KAG (Kommunalabgabengesetz)
Beweisführung erbracht werden. Diese sind ein wichtiges Element im
städtischen Ausschreibungsverfahren zur kommunalen Beleuchtung.
Die Preisverleihung wurde von Dr. Ing. Jochen F. Kirchhoff im Rahmen
einer kleinen Feierstunde vorgenommen.
Foto: (v.l.n.r.) Dr. Jochen F. Kirchhoff, Frank Albrod, Martin Bischoff, Kalle Neumann, Sebastian Kemper, FH-Präsident Prof. Dr. Claus Schuster
Pressemitteilung der Fachhochschule Südwestfalen, Iserlohn