Universität Greifswald: Der Aufsichtsratsvorsitzende des Universitätsklinikums Greifswald und Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Udo Michallik, hat heute offiziell das neue Bettenhaus der Unfall- und Wirbelsäulenchirurgen mit 48 Plätzen eingeweiht. Der Anbau wurde innerhalb von knapp fünf Monaten realisiert und wird gemeinsam von der Unfallchirurgie und dem Spine Center genutzt. Das verklinkerte Fertiggebäude aus 23 Modulen am Berthold-Beitz-Platz unterscheidet sich äußerlich nicht vom Hauptgebäude und reiht sich so nahtlos in das architektonische Gesamtensemble ein.
Nunmehr können alle Unfall- und Wirbelsäulenpatienten an einem Ort untergebracht werden. Dadurch wird die Arbeit des interdisziplinären Teams wesentlich erleichtert. Vor zehn Jahren wurde in Greifswald die Wiederherstellungschirurgie und Unfallforschung in Kooperation mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (www.dguv.de) etabliert. Seither wird der Erwin-Payr-Lehrstuhl von Prof. Axel Ekkernkamp, dem Ärztlichen Direktor des Unfallkrankenhauses Berlin (UKB), geleitet, der gleichzeitig in Greifswald den Grundstein für eine international ausgerichtete Unfallforschung legte. „Die Landesregierung und das Uniklinikum haben flexibel auf das wachsende Patientenaufkommen reagiert. Seit Inbetriebnahme der neuen Notaufnahme mit Hubschrauberlandeplatz, Trauma-Zentrum und Schockraum im Jahr 2004 haben sich die Patientenzahlen verdoppelt“, erklärte der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende, Prof. Marek Zygmunt.
Mit wachsendem Einzugsbereich werden gegenwärtig pro Jahr mehr als 13.500 Notfallpatienten am Klinikneubau in der Sauerbruchstrasse versorgt. „Die komfortable Raumgestaltung für die Patienten, kürzere Wege und bessere Arbeitsbedingungen für das Betreuerteam sowie die enge interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Unfallchirurgie und Wirbelsäulenzentrum sind ganz entscheidende Vorteile im Heilungsprozess“, betonte Prof. Axel Ekkernkamp. Die hochmoderne Ausstattung erlaubt es zudem allen beteiligten Partnern, sich jederzeit im klinischen System einen Überblick über die standardisierte Therapieplanung der einzelnen Patienten zu verschaffen.
Das betrifft beispielsweise die Krankenschwestern, Physio- und Sporttherapeuten, Schmerzmediziner, Unfall- und Neurochirurgen oder Orthopäden, die somit alle konkreten Schritte in der Behandlung verfolgen können. „Hochqualitative Unfallversorgung wirkt sich unmittelbar auf die Überlebungschancen der schwerstverletzten Patienten aus“, unterstrich Prof. Axel Ekkernkamp.