„Verbesserung der Wohnraumsituation für Studierende in Frankfurt“

Der Architektenwettbewerb für einen Wohnheimkomplex in Frankfurt ist entschieden: Nach Plänen des Hamburger Büros APB Architekten werden an der Hansaallee 600 Wohneinheiten entstehen. Das Gesamtinvestitionsvolumen des Neubaus liegt bei rund 45 Millionen Euro.

Nach dem Entwurf soll ein in zwei Teile gegliedertes Ensemble aus sechs Einzelgebäuden entstehen, die dem jeweiligen Straßenverlauf von Hansaallee und Platenstraße folgen. „Die kleinteilige Anlage entwickelt die Kraft, die unterschiedlichen Gestaltungsprinzipien der weiteren Umgebung räumlich zu verbinden. Kleinräumlich entstehen differenzierte Freiräume und Durchblicke, die den Charakter eines urbanen Wohnquartiers unterstreichen“, heißt es in der Entscheidung der Jury. Das Ensemble reflektiere auch die Neubebauung der südlichen Hansaallee sowie des Campus Westend und bilde gleichzeitig einen wieder erkennbaren Ort mit eigenem Charakter.

„Die Lage des Wohnheimkomplexes in unmittelbarer Nachbarschaft des Campus Westend wird die Campusatmosphäre weiter fördern“, sagte der Staatsekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Gerd Krämer. „Die Wohnraumsituation für die Frankfurter Studierenden wird sich durch das Projekt deutlich verbessern“, fügte Krämer hinzu. „Bezahlbarer Wohnraum für Studierende ist nicht zuletzt auch ein wichtiger Faktor für die Attraktivität des Studienstandorts.“

Die Studierenden seien dringend auf preisgünstigen Wohnraum angewiesen, sagte Konrad Zündorf, Geschäftsführer des Studentenwerks Frankfurt am Main. Nach einer Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks nehme Frankfurt am Main unter allen deutschen Städten den Spitzenplatz bei den Mieten für Studierende ein: Rund 325 Euro müssten sie hier durchschnittlich für Miete und Nebenkosten bezahlen.

„Es ist uns ein großes Anliegen, dass die Studierenden sich auf das Studium konzentrieren können. Da zudem wenig Raum zum Jobben besteht, ist es besonders wichtig, ihnen bei der Suche nach campusnahem und bezahlbarem Wohnraum zu helfen“, sagte Zündorf. Er dankte dem Land Hessen, das es dem Studentenwerk Frankfurt am Main ermögliche, durch ein unentgeltliches, für die Dauer von 99 Jahren eingeräumtes Erbbaurecht kostengünstige Studierendenappartements zu errichten.

Die im Wettbewerbsverfahren gefundene überzeugende architektonische und städtebauliche Lösung bietet den Studierenden qualitätsvolle und kommunikationsfördernde Unterbringungsmöglichkeiten, hob der Vizepräsident der Goethe-Universität, Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, hervor.

Das Land hatte Ende 2007 die ehemalige Bundesliegenschaft Hansaallee 141 erworben. Dort sollen nun insgesamt 600 Wohneinheiten in 1- und 2-Zimmer Appartementstruktur und die dazugehörigen Gemeinschaftsräume entstehen. In einem ersten Bauabschnitt wird das Land 200 Wohneinheiten als Ersatzwohnraum für Bundes- und Zollbedienstete und die Akademie der Arbeit errichten. Weitere 200 Wohneinheiten werden vom Studentenwerk Frankfurt am Main als Wohnraum für Studierende realisiert. Damit soll nach den Worten Zündorfs 2010 begonnen werden. Der Wettbewerb umfasst auch einen optionalen zweiten Bauabschnitt mit 200 Wohneinheiten, der vom Studentenwerk zu einem späteren Zeitpunkt errichtet werden soll.

Die Bundes- und Zollbediensteten sind zurzeit noch in Wohnblocks auf Grundstücken untergebracht, die für die dritte Ausbaustufe des Campus Westend benötigt werden. Das Land hat die Grundstücke bereits erworben. Mit dem Neubau an der Hansaallee werden mithin auch die Voraussetzungen für die Realisierung dieser dritten Ausbaustufe geschaffen.

Das Land finanziert von den genannten 45 Millionen rund 17 Millionen Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm „Schulen und Hochschulen“ der Landesregierung. Das Studentenwerk Frankfurt am Main engagiert sich im ersten Bauabschnitt mit rund 14 Millionen Euro. Die gleiche Summe soll der zweite Bauabschnitt kosten.

Für den im Juli 2009 europaweit bekanntgemachten Architektenwettbewerb waren 35 Büros ausgewählt worden. 28 Büros hatten dann Wettbewerbsarbeiten abgegeben. Sämtliche Arbeiten sind bis zum 29. September in der Aula des Campus Bockenheim ausgestellt.

 

Die Wettbewerbsentscheidungen im Einzelnen:

 

1. Preis: APB Architekten BDA, Hamburg (Preissumme: 22.750 Euro)

2. Preis: ASP Architekten Schneider Meyer Partner, Hannover (18.200 Euro)

3. Preis: rasmussen | brunke | sauer architektur, Hamburg (13.650 Euro)

4. Preis: Kehrbaum Architekten AG, München (10.920 Euro)

5. Preis: Nickl & Partner Architekten AG, München (7.280 Euro)

 

Ankauf: Auer+Weber+Assoziierte, Stuttgart

Ankauf: Code Unique Architekten, Dresden

Ankauf: Bieling und Partner Architekten, Kassel

Ankauf: Ferdinand Heide Architekt BDA, Frankfurt am Main

 

Die Ankäufe sind mit jeweils 4.300 Euro dotiert.

Pressemitteilung des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

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